Wir über uns

Unser Leitbild

Die Grundschule Thuine ist nicht nur ein Lernort, sondern ein Lebens- und Erfahrungsraum.

Wir sind eine Schule, die besonderen Wert auf das Lernen mit Kopf, Herz und Hand legt. Damit setzen wir den Grundstein für die weitere Schullaufbahn.

Unser Handeln orientiert sich am christlichen Menschenbild. Wir fördern das soziale Miteinander und arbeiten gerne mit Schülern, Eltern, KollegInnen und der Dorfgemeinde Thuine zusammen.

1. Wir sind eine Schule, die Vertrauen zwischen allen am Schulleben Beteiligten schafft.

2. Unsere Schule akzeptiert jeden Schüler in seiner Persönlichkeit und gibt ihm die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln.

3. Unsere Schule legt besonderen Wert auf Methodenvielfalt, lebt ihrMethodenkonzept und leitet die Kinder zum selbstgesteuerten Lernen an.

4. Uns ist das „Wir-Gefühl“ an unserer Schule sehr wichtig.

 

Offene Ganztagsschule:

Pädagogisches Konzept
für eine offene Ganztagsschule
an der Grundschule Thuine

1. Die Grundschule Thuine

Unsere Grundschule liegt in Thuine und ist für dessen Kinder die zuständige Grundschule. Die Umgebung ist ländlich geprägt.

Schulträger ist die Samtgemeinde Freren, die drei weitere einzügige Grundschulen in den Nachbarorten und in der Stadt Freren eine mehrzügige Grundschule und eine Haupt- und Realschule unterhält.

Die GS Thuine ist eine Grundschule für Kinder aller Bekenntnisse.
Sie ist einzügig und wird seit 2002/2003 als „Verlässliche Grundschule“ geführt.

Zur Zeit werden an der Grundschule 69 Kinder unterrichtet. Ausgehend vom Schulentwicklungsplan bleiben in den nächsten 3 Jahren die Schülerzahlen konstant.

Zum Schulgelände gehören ein Hauptgebäude mit seinen 4 Klassenräumen, 2 Medienräumen, 1 Computerraum, 1 Betreuungsraum und einem renovierten Kellerraum für den Ganztag. Direkt an dem Hauptgebäude befindet sich die Turnhalle.
Für die Pausenaktivitäten steht den Kinder der Drachenschulhof (Fertigstellung 2007) zur Verfügung. Auf dem Drachenschulhof gibt es eine gepflasterte Spielfläche, eine große Sandfläche mit einem Spielgerüst, das Drachentheater und eine Spielwiese.

1.1 Betreuungszeit

Im Rahmen der Verlässlichen Grundschule können die Kinder der 1. und 2. Klasse nach dem Regelunterricht durch eine pädagogische Mitarbeiterin in einer Gruppen betreut werden.
Die Betreuung findet täglich in der Zeit von 12.10 Uhr bis 13.10 Uhr statt und wird zur Zeit von 1/3 der Kinder in Anspruch genommen.

Neben gemeinschaftlichen Aktivitäten stehen verschiedene Angebote wie Malen, Puzzeln, Gesellschaftsspiele usw. zur Verfügung.
Wenn das Wetter es zulässt, geht die Gruppe auch auf den Schulhof, wo verschiedene Spielaktivitäten angeboten werden.

1.2 Personal

Zur Zeit sind an der Grundschule Thuine 5 Lehrerinnen und eine Anwärterin beschäftigt. Zwei Pädagogische Mitarbeiterinnen für die Betreuung und Vertretungsstunden bei Ausfall der Lehrkräfte vervollständigen das Grundschulteam.
Eine Sekretärin kommt wöchentlich sieben Stunden am Dienstag und Freitag und übernimmt Verwaltungstätigkeiten.
Zwei Reinigungskraft und die Hausmeister von der HS/RS Freren (auf Anfrage) halten das Gebäude sauber und in Ordnung.

2. Begründung für die Einführung einer offenen Ganztagsschule

Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Durch den Anstieg von Mediennutzung bei Kindern verliert das Lernen durch eigene Erfahrungen an Bedeutung. Selbsttätiges und erfahrungsbezogenes Lernen muss somit verstärkt gefördert werden.Immer häufiger ist es Familien aus finanziellen Gründen unmöglich, dass das Kind am Mittag oder am Nachmittag durch ein Elternteil betreut wird. Die Betreuung wird vermehrt als Aufgabe der Gesellschaft beschrieben, die von der Schule wahrzunehmen ist.Durch die veränderten Familienstrukturen gibt es mehr Alleinerziehende, aber auch Einzelkinder, denen eine Ganztagsbetreuung zu Gute kommt.Viele Mutter-Kind-Beziehungen werden entlastet, wenn die Schule stärker ihre Aufgaben wie zusätzliches Üben durch die Hausaufgaben selber organisiert.

Die folgende Umfrage zeigt, dass Bedarf an verlässlicher Betreuung über den Zeitrahmen der „Verlässlichen Grundschule“ hinaus besteht.
Die Eltern äußern ein Interesse an zusätzlichen Förder- und Forderangeboten, Hausaufgabenbetreuung und Angebote im kulturellen Bereich, da es diese Angeboten nicht vor Ort gibt.


2.1 Bedarfsermittlung an der Grundschule Thuine
( März 2009)

Befragt wurden die Eltern und Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 – 3 und der Schulanfänger zum 01.08.2010.

Die Abfrage hat ergeben:

Von 87 ausgegebenen Fragebögen wurden 70 Fragebögen zurückgegeben.

Ganztagsangebot an der Grundschule Thuine

Bedarf für GTB insgesamt: 26
Kein Bedarf

Anzahl der gewünschten Nachmittage an der Grundschule Thuine

GTB an 0 Nachmittagen: 61
GTB an 1 Nachmittagen: 11
GTB an 2 Nachmittagen: 10
GTB an 3 Nachmittagen: 3
GTB an 4 Nachmittagen: 2

Teilnahme an/am:
Mittagessen: 15
Hausaufgabenbetreuung: 19
AG´s: 30

3. Ziele der offenen Ganztagsschule in Thuine

In der heutigen Bildungsdiskussion wird deutlich, dass Bildung sich nicht nur auf Schule, Hochschule und Universität konzentrieren darf.

Bildung ist (nach Ernst Bloch) ein Vorgang, der den ganzen Menschen anspricht und Voraussetzung ist, sich in unserer komplexen Welt zu orientieren und behaupten zu können. Daher wollen wir versuchen, den Kindern Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kreativität, Selbstständigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu vermitteln. Durch die Einrichtung einer Ganztagsbetreuung wird mehr Zeit für Erziehung, Bildung, individueller Förderung und Freizeitgestaltung vorhanden sein. Auch die Rhythmisierung des Schulalltags gibt den Kindern Sicherheit und fördert die Übernahme der o.g. Schlüsselkompetenzen.

Durch die Möglichkeit, Angebote je nach Interessen und Fähigkeiten frei wählen zu können wird die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Wesentlich ist hierbei, dass das Angebot über den üblichen Lernstoff der Schule hinausreicht.

Durch die Gruppenzusammensetzung, die nicht altershomogen ist, wird das soziale Miteinander gefördert. Das schulische Gemeinschaftsleben wird insgesamt gestärkt.
Die Hausaufgabenbetreuung und das Förder- und Forderangebot unterstützt die Chancengleichheit aller Kinder. Sie werden für die schulischen Lernprozesse gestärkt, entdecken eigene Fähigkeiten und Interessen.

3.1 Pädagogisches Konzept

Das Ganztagsangebot an der Grundschule Thuine soll als additives Modell verstanden werden. Es umfasst eine feste Schulzeit von 8.15 Uhr – 13.10 Uhr und freiwillig zu nutzende Angebote im Anschluss.
Die Schwerpunkte liegen auf dem gemeinsamen Mittagessen, der Hausaufgabenbetreuung, zusätzlichen Förder- und Forderangeboten und AG`s.

In der Mittagspause sollen die Kinder ein Mittagessen einnehmen könnenund Möglichkeiten zu Ruhepausen haben. Beim gemeinsamen Mittagessen werden Regeln der Tisch- und Esskultur vermittelt. Die Verpflegung soll gesund und altersentsprechend sein. Darüber hinaus wird durch eine gemeinsame Mahlzeit auch das Miteinander gestärkt und die Kommunikation gefördert. Einen anschließenden Freizeitbereich halten wir für unverzichtbar, damit dem natürlichen Bedürfnis der Kinder nach Bewegung und/oder Entspannung entsprochen werden kann. Dieser soll ein offenes Angebot, so dass die Schülerinnen und Schüler sich drinnen und draußen ausruhen, miteinander sprechen, toben, lesen, singen, lachen und malen können.Die Schülerinnen und Schüler können betreut in ruhiger Atmosphäre ihre Hausaufgaben erledigen oder zusätzliche Übungen in Anspruch nehmen. Somit kann das im Unterricht Gelernte vertieft und geübt werden. Auch sollen starke Schülerinnen und Schüler in dieser Phase zusätzlich gefordert werden.Die Kinder sollen von einer Lehrkraft oder einer pädagogischen Mitarbeiterin betreut und unterstützt werden, die die Kinder kennt. Intensive Vorbereitungen für Klassenarbeiten oder regelmäßige Leseübungen müssen jedoch zusätzlich noch erfolgen.Zur Förderung von Schülerinnen und Schülern nach ihrer individuellen Leistungsfähigkeit und ihrer Neigung sollen zusätzliche Fördermaßnahmen (Lern-AG`s) angeboten werden. Die Kinder sollen in ihrer Lernmotivation gestärkt werden und eigene Lernstrategien entwickeln.
Die AG`s sollen es den Kindern ermöglichen, nach eigener Wahl und Schwerpunktsetzung ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln: z.B. im künstlerisch-musischen Bereich, im sportlich-spielerischen Bereich oderim sozialen und kommunikativen Bereich.Diese Angebote können von Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeitern, Eltern und in Kooperation mit ortsansässigen, außerschulischen Fachkräften (Vereine, Gemeinschaften,...) durchgeführt werden.


3.2 Die Grundschule Thuine – ein Lern- und Lebensort

Erziehung/Bildung
Regeln, Rituale, Strukturen geben Sicherheit und Vertrautheit und ermöglichen Bildung.Jedes Kind soll in seiner Individualität wertgeschätzt werden.
Die Kinder können Kontakt zu anderen Kindern aufbauen und Beziehungen entwickeln.

Mittagszeit
Regeln und Rituale vermitteln eine zivilisierte Esskultur und geben Gelegenheit kommunikativ miteinander umzugehen.Durch die gemeinsame Mahlzeit wird ein Gemeinschaftsgefühl in entspannter Atmosphäre gefördert.Durch die Übertragung von Aufgaben (z.B. Tisch decken,...) wird das Verantwortungsgefühl entwickelt und gestärkt.
Hausaufgabenbetreuung
Vertrautheit und positive Feedbacks können eine gute Einstellung zu den Hausaufgaben entwickeln.Die Kinder sollen das selbstständige Lernen erlernen.Gegenseitige Hilfestellung stärkt u.a. das Gruppengefühl.
AG`s und Förderangebote
Geplante Angebote aber auch selbst gestaltete Zeit ermöglichen es, neue Erfahrungen zu machen.Die Kinder können AG`s wählen, die sich an ihren Interessen und Bedürfnissen orientieren.Begabungen und Fähigkeiten sollen erkannt und gefördert werden.
Durch die Anwesenheit verlässlicher Ansprechpartner (Lehrerinnen, päd. Mitarbeiterinnen,...) kann man den Kindern auch bei persönlichen Problemen zur Verfügung stehen
Durch die Förderung der Eigenständigkeit und Selbstständigkeit sollen die Kinder Vertrauen in sich und die Welt gewinnen.

4. Organisatorischer Rahmen

Alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule Thuine besuchen den Kernunterricht von 8.15 Uhr – 13.10 Uhr (bzw. 12.10 Uhr + Betreuung). Anschließend können die Kinder nach verbindlicher Anmeldung das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung an vier Tagen der Woche – Montag,Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – bis 15.40 Uhr in Anspruch nehmen.

4.1 Beispiel für ein Organisationsmodell

Zeit: Montag/Dienstag/Mittwoch/Donnerstag 8.15 Uhr – 13.10 Uhr
evtl. BetreuungKernunterricht/

bis 14.10 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

14.10 Uhr – 14.55 Uhr
Hausaufgabenbetreuung

14.55 Uhr – 15.40 Uhr
AG`s

4.2. Anmeldezeitraum
Die verbindliche Anmeldung ist gültig für ein Schulhalbjahr.

5. Voraussetzungen

Die Ausweitung des Schulbetriebs bis 15.40 Uhr ist bei der derzeitigen räumlichen, sächlichen und personellen Situation nur in Form von Improvisation und Behelf möglich.
Auf Dauer werden benötigt: ein entsprechender Raum für das MittagessenAusstattung mit Spiel- und Beschäftigungsmaterial Übergangsweise können zur Betreuung, Erledigung der Hausaufgaben und für die AG`s die Klassenräume genutzt werden. Auf Dauer gesehen werden jedoch weitere Räumlichkeiten benötigt.